In Deutschland hat die Digitalisierung mehr Arbeitsplätze geschaffen als zerstört und vor allem die sich wiederholenden Aufgaben zugunsten besser qualifizierter und bezahlter Arbeitsplätze abgelöst.

Dies ist das Ergebnis einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (Deutschland), die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegeben wurde, um die Auswirkungen der Automatisierung auf den Arbeitsmarkt zu analysieren.

Deutschland ist mit 309 Robotereinheiten pro zehntausend Arbeitsplätze die drittgrößte Automatisierungsbranche der Welt. Dennoch erreichte die deutsche Beschäftigung im Jahr 2017 44 Millionen Arbeitsplätze. Dies war der höchste Stand bei der Wiedervereinigung des Landes im Jahr 1990. Bei diesem Wandel spielte die Automatisierung eine Schlüsselrolle, da sie zu einem Beschäftigungszuwachs von einem Prozent pro Jahr führte, verglichen mit 0,2 Prozent im Zeitraum 1995-2011.

Dieser Trend scheint sich jedoch weiter zu verstärken: Schätzungen zufolge wird die Digitalisierung der Industrie das Beschäftigungswachstum im Jahr 2021 um 1,8% steigern. Eine Perspektive, die die Erfahrung widerspiegelt, die bereits mit dem IT-Boom in den 1980er und 1990er Jahren gemacht wurde.

„Internet der Dinge“, Big Data, Roboter: Ein Drittel der deutschen Unternehmen hat den Umstieg auf Industrie 4.0 bereits vollzogen, insbesondere in Branchen wie Marketing, Kommunikation und Industrieproduktion. Für weitere 17,6% sind neue Technologien ein zentraler Bestandteil ihres Produktionsmodells, wie die italienische Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“ hervorgehoben hat. Im Vergleich zu 15 Prozent, die in die Digitalisierung investieren möchten und 2,1 Prozent, die dies bereits geplant haben, nutzen 31,4 Prozent der deutschen Unternehmen keine fortschrittlichen Technologien oder beabsichtigen dies in Zukunft.

Die im Zew-Center-Bericht präsentierten Ergebnisse widersprechen jedoch weitgehend einer aktuellen Studie von „German Information Technology Association“, wonach allein in Deutschland bis 2022 drei Millionen Arbeitsplätze verloren gehen. Die statistische Erhebung des Zew-Centers begann mit den Antworten von rund 2000 Managern unter den wichtigsten deutschen Unternehmen mit insgesamt mehr als 300.000 Mitarbeitern. Die Daten wurden dann mit denen der Agentur für Arbeit verglichen.


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